thema31
fragen
„Ich habe das Gefühl, ständig meinen Terminen und Projekten hinterherzulaufen.
Es ist ein einziges Jagen und Sammeln, und meine Vorräte sind langsam erschöpft.
Was soll ich tun?“
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2 „Diese ganze Führungssache ist mir fremd und unvertraut.
Da gibt es Rätsel und Rituale, und vieles kommt mir mysteriös vor.
Wer hilft mir, das Geheimnis zu lüften?“
„Von wegen, an der Hochschule geht alles vernünftig zu! Ich erlebe
Begeisterung, Mut und Hoffnung, aber manchmal auch Ärger, Wut und Ratlosigkeit,
und damit möchte ich umgehen lernen. Wer unterstützt mich dabei?“
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4 „Warum hat mir niemand ein Handbuch gegeben,
wie man ein Team richtig führt? Da muss es doch bewährte
Regeln und Methodenspan> geben! Wer zeigt mir, wie es richtig geht?“
„Komisch! Ich gebe mein Bestes ,
und mein Team tut es auch. Aber das reicht noch nicht! Ich will mehr!
Wie bringe ich dieses Team zum Erfolg?"
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6 „Nur gemeinsam sind wir stark.
Wir wollen noch mehr Miteinander und brauchen ein bisschen weniger Gegeneinander.
Wie gehe ich mit Konflikten um, und wie stärke ich unseren Zusammenhalt?“
„Ich sehe, wie alles mit allem und jeder mit jedem zusammen hängt.
Und meine Aufgabe ist es, den Überblick zu haben und die Richtung zu kennen.
Wer hilft mir beim Sortieren?“
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8 „Wir sind die Elemente, aus denen sich unsere Disziplin, unsere Hochschule,
unsere Wissenschaft zusammensetzt. Jeder von uns ist ein kleiner Teil vom großen Ganzen.
Wie finde ich heraus, was unser Beitrag sein wird?“
  „Die Wissenschaft entdeckt immer wieder neue Welten
und geht die ersten Schritte in eine andere Zukunft,
und für einen kurzen Moment bin ich ein Teil davon. Wohin werde ich uns bringen?
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Was bedeuten diese Fragen? Die neun Fragen stehen stellvertretend für typische Themen beim Führungscoaching. Sie orientieren sich an den neun Ebenen, die der amerikanische Psychologe Clare W. Graves in den 1970-er Jahren in seiner „Emergent Cyclical Levels of Existence Theory“ beschrieben hat. Gemäß dieser Theorie zeigen einzelne Menschen, Gruppen und ganze Gesellschaften jeweils für sie typische Erlebens- und Verhaltensmuster. Diese lassen sich verschiedenen Ebenen mit bestimmten prägenden Themen und Motiven zuordnen: 1 Kampf & Überlebenswille, 2 Sicherheit & Zugehörigkeit, 3 Macht & Gefühlsausdruck, 4 Gerechtigkeit & Ordnung, 5 Erfolg & Ansehen, 6 Gemeinschaft & Verständnis, 7 Flexibilität & Flow-Erleben, 8 Globalität & Systemdenken, 9 Aufhebung der Dualität.

Und die Zahlen? Ebenen mit geraden Ziffern stehen für eine eher am Individuum und der Führungsperson, Ebenen mit ungeraden Ziffern für eine eher an der Gruppe und dem Team orientierte Grundhaltung. Ähnlich wie Abraham Maslow in seiner um 1950 formulierten Bedürfnispyramide, nimmt Graves an, dass Menschen, Gruppen und Gesellschaften ein grundlegendes Interesse an einer Entwicklung hin zur weiteren Ebenen haben.

Was hat das mit Coaching zu tun? Die Fragen, die Sie besonders ansprechen, sind erste Hinweise auf die Themen, die Sie momentan besonders beschäftigen, und auf die von Ihnen bevorzugten Ebenen des Erlebens und Verhaltens. In Ihren Fragen drückt sich die Art Ihres Interesses am Coaching an, und an genau diesen Fragen orientieren sich auch die Ziele Ihres Coachings - und leiten Sie so lange, bis Sie die Antworten finden.